50. Todestag von Martin Luther King

Vor 50 Jahren, am 4. April 1968, wurde Martin Luther King erschossen. Sein Traum von einer gerechten Welt hat sich bis heute nicht erfüllt, seine Reden sind heute aktueller denn je.
Der Band Ich bin auf dem Gipfel des Berges gewesen in unserer Reihe Utopien für Hand und Kopf versammelt seine späten Reden, darunter die titelgebende, die King, »der Löwe unter den gewaltfreien Rebellen« (so Ilija Trojanow in seinem Vorwort zu dem Buch) am Vorabend seiner Ermordung in Memphis hielt.

Am 3. April 1968 sprach er vor streikenden Müllmännern; gegen den Streik war eine einstweilige Verfügung angestrengt worden, die er am nächsten Morgen bekämpfen wollte. In seiner Rede heißt es: »Wir sagen zu Amerika nicht mehr als dies: ›Stehe zu dem, was du auf dem Papier versprochen hast.‹ Wenn ich in China oder Russland oder irgendeinem totalitären Land lebte, dann könnte ich vielleicht diese illegalen einstweiligen Verfügungen verstehen. Dann könnte ich vielleicht die Verweigerung gewisser Grundrechte aus dem 1. Zusatz zur Verfassung verstehen, weil sie sich in jenen Ländern nicht darauf verpflichtet haben. Aber irgendwo lese ich etwas von Versammlungsfreiheit, von Redefreiheit, von Pressefreiheit; irgendwo lese ich, dass die Größe Amerikas in dem Recht besteht, für das Recht zu protestieren.«
Diese Rede zeigt auf ergreifende Weise, welche Kraft seiner Vision, seiner Utopie, seinem Kampf innewohnt und wie virulent seine Forderungen noch heute sind.

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