Checkpoint Watch ist eine Organisation israelischer Frauen, die die Vorgänge an den Kontrollposten innerhalb der Palästinensergebiete und nach Israel beobachtet, in kritischen Fällen vermittelt und Rechtsverletzungen publik macht. Checkpoint Watch ist praktizierte Zivilcourage und Anwendung universeller Menschenrechte. Das Buch kombiniert Augenzeugenberichte mit der Analyse einer absurden Bürokratie, die den Palästinensern unter der Militärbesatzung ein menschenwürdiges Leben unmöglich macht. Daraus entsteht ein kritisches Bild der israelischen Gesellschaft.
Checkpoint Watch
Zeugnisse israelischer Frauen aus dem besetzten Palästina
Aus dem Englischen übersetzt von Ulrike Vestring
Deutsche Erstausgabe
Broschur, 256 Seiten, mit vielen Fotos
Erschienen August 2007
18,00 €
Titel im Buchhandel vergriffen. Restexemplare beim Verlag erhältlich (Büchersendung, ca. 5 Werktage per Post).
| Buchinfos | Deutsche Erstausgabe Broschur, 256 Seiten, mit vielen Fotos |
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Autorin

Yehudit Kirstein Keshet
Yehudit Kirstein Keshet wurde 1943 als Tochter geflüchteter Berliner Juden in England geboren. Seit den späten 50er Jahren lebt sie in Israel, wo sie als Anthropologin und Filmemacherin arbeitete. Seit ihrer Pensionierung widmet sie sich ganz dem Kampf gegen die israelische Besetzung des Westjordanlands und des Gazastreifens. Derzeit arbeitet sie an einem in Jerusalem spielenden politischen Roman.
Ulrike Vestring hat lange in verschiedenen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens gelebt. Sie ist Gründungsmitglied des Internationalen Frauenzentrums und des Arbeitskreises Israel/Palästina in Bonn und gehört dem Bonner Friedensbündnis an. Neben ihrer Übersetzertätigkeit schreibt sie Berichte, Geschichten und Gedichte.
Pressestimmen
» … eine wichtige Publikation für alle jene, die den Dauerkonflikt zwischen Israelis und Palästinensern ein wenig besser verstehen wollen.«
amnesty journal
»Yehudit Kirstein Keshet … hat über die Arbeit der Frauen eine eindrucksvolle Dokumentation zusammengestellt.«
Lerke von Saalfeld, SWR2, und RB Nordwestradio
Leseprobe
»Ich kann ohne Zögern sagen, dass in meiner ganzen Jugend und auch noch zu Beginn meines erwachsenen Lebens Nazi-Deutschland das Gegenbild zu Israel war: so wie ›die‹ würden ›wir‹ nie werden, wir wären niemals fähig, grausam oder böse zu handeln, unfähig auch, stumm dabei zu stehen, wenn in unserem Namen schrecklich Böses begangen würde. Dies ist eine verbreitete israelische Auffassung. Viele der Frauen in diesem Buch werden von den Gespenstern des Holocaust verfolgt, Gespenstern, die sie zum Handeln und zum Protest antreiben gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung, wo immer sie zu finden sind.
Deswegen dürfen die Stimmen des Protests und des Widerstandes nicht verstummen: meine Stimme in diesem Buch, die Stimmen meiner mutigen Kollegen, die in Israel die wahre – und unermüdlich tätige – Linke ausmachen, und die Stimmen all derer, die sich gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit empören. Die Opposition, die wir darstellen, ist nicht nur ein Schutzschild gegen noch schlimmere Vergehen, sondern sie bildet auch die Brücke für eine Versöhnung in der Zukunft.«
Yehudit Keshet
»Die Leistung von MachsomWatch ist es, Israel all die erschreckenden Details vor Augen zu führen, die viele lieber ignorieren möchten. Die Lügen, die Hinterhältigkeit, die Widerlichkeit, die Kluft zwischen dem Sicherheitsdiskurs und der wirklichen Absicht, die hinter den Kontrollposten steht: das Auseinanderreißen des Westjordanlandes in voneinander getrennte Bantustans.«
Amira Hass
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Berlin, Freitag, 17. April, 18 Uhr
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