In Hamburg wird derzeit ein gigantisches Industrieprojekt vorangetrieben, das weit über die Grenzen der Hansestadt hinaus als Paradebeispiel für die negativen Folgen der Globalisierung gelten kann. Für die prestigeträchtige Beteiligung am Bau des neu entwickelten Airbus A380, des weltweit größten Luxus-Jets, war die Stadt Hamburg zu jedem Opfer bereit. Mit fast 700 Millionen Euro Steuergeldern bereiteten die Politiker dem Privatunternehmen EADS/Airbus das gewünschte Terrain: Für das vage Versprechen von mehreren Tausend Arbeitsplätzen wurde das »Mühlenberger Loch«, eine international geschützte Elbbucht, teilweise zubetoniert. Unter den monströsen Werkshallen verschwand das größte Süßwasserwatt Europas, ein Paradies für Fische und Wasservögel. Gleichzeitig bedroht das Projekt das »Alte Land«, eine einzigartige Kulturlandschaft und Nordeuropas bedeutendstes Obstanbaugebiet. Dagegen protestiert das »Schutzbündnis für Hamburgs Elbregion«, mit 30.000 Mitgliedern die größte Bürgerinitiative in der Geschichte Deutschlands.
Die Durchsetzung dieses Vorhabens entwickelte sich zu einem internationalen Politskandal, in den auch die Bundesregierung und die EU-Kommission in Brüssel verwickelt sind. Das Buch zeigt, wie ein international agierender Luftfahrt- und Rüstungskonzern mit Hilfe willfähriger Politiker die Entwicklung einer ganzen Metropolregion bestimmt. Die Aushebelung von EU-Recht durch politische Einflussnahme des Bundeskanzlers und die Anpassung von Bundes- und Landesgesetzen an die Vorgaben des Konzerns dürften bundesweit ohne Beispiel sein.
Das Mühlenberger Milliardenloch
oder wie ein Flugzeug die Politik beherrscht
Originalveröffentlichung
Broschur, 224 Seiten, illustriert
14,90 €
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| Buchinfos | Originalveröffentlichung Broschur, 224 Seiten, illustriert |
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Autoren

Renate-Nimtz-Koester
Dr. Renate Nimtz-Köster, Philologin, arbeitet seit 27 Jahren als Wissenschaftsredakteurin beim Nachrichtenmagazin »Der Spiegel«

Uwe Westphal
Dr. Uwe Westphal, Diplom-Biologe, ist engagiert im Bereich Naturschutz und arbeitet als Fachjournalist sowie Buchautor zu Umwelt, Natur und Wissenschaft.
Pressestimmen
»… klar strukturiert, …, spannend und doch ohne Polemik geschrieben ….«
Szene Hamburg
»… sachkundig, detailliert, anschaulich und im doppelten Wortsinne aufregend.«
die tageszeitung
»… Pflichtlektüre für den Wahlsamstag!«
Die Zeit
»Ein durchgehend sachlich, aber dennoch spannend geschriebenes Buch, das aufwühlt ….«
BUNDmagazin
»… eine minutiöse Chronik des Politikskandals, die spannend zu lesen ist und eine Mahnung sein sollte.«
Naturschutz heute
»Ein spannend geschriebenes Polit-Drama.«
Hamburger Morgenpost
»… sehr empfehlenswert!«
SoZ
»Wie ein Krimi liest sich das Buch ….«
Südwest-Presse
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In einem Heim für behinderte Jugendliche beschließen vier Freunde: Wir brechen aus. So beginnt die Geschichte einer Kommune, die völlig aus der Zeit und aus dem Land gefallen ist. In Anlehnung an realexistierende Figuren erzählt Karsten Krampitz die unglaubliche Geschichte einer gelebten Utopie mitten in der DDR.
Leipzig, Mittwoch, 18. März, 19 Uhr und 22 Uhr
Potsdam, Dienstag, 24. März, 19 Uhr
Berlin, Freitag, 17. April, 18 Uhr
Erfurt, Dienstag, 21. April, 19.30 Uhr -
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Buchvorstellung mit Timo Daum
Am Überwachungskapitalismus ist nicht die Überwachung das Problem, sondern der Kapitalismus! Timo Daum holt aus zu einer provokanten Kritik des bürgerlichen Datenschutzes, und zeigt, dass sich Überwachung auch positiv denken lässt – sei es im Straßenverkehr, im Gesundheitsbereich oder zur Planung einer bedarfsorientierten Wirtschaft.
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Wo können flüchtende Menschen noch ankommen, wenn der Staat sie zum Problem erklärt? Eine Antwort findet sich in Sanctuary Cities und Sicheren Häfen, in jenen Städten, die die praktische Unterstützung Geflüchteter und das solidarische Zusammenleben mit Migrant:innen zu ihrem Selbstverständnis gemacht haben.
Leipzig, Freitag, 20. März, 19 Uhr
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Buchvorstellung mit Sonja Eismann
Sonja Eismann analysiert den sexistischen Normalzustand in der Musikindustrie. Sie schreibt über die Rolle junger Frauen und ihrer Körper, über weibliche Fans, Groupies und Songtexte, Missbrauch und Pädosexualität.
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Leipzig, Samstag, 21. März, 19 Uhr und 23.30 Uhr
Mülheim an der Ruhr, Mittwoch, 15. April, 19.30 Uhr
Gronau, Donnerstag, 16. April, 19 Uhr
Neustrelitz, Samstag, 30. Mai, 15.30 Uhr
Graz, Samstag, 20. Juni, Uhrzeit folgt
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