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Der kommende Aufstand

Aus dem Französischen von Elmar Schmeda

Deutsche Erstausgabe
Broschur, 128 Seiten

Erschienen August 2010

 

14,00 

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»Dies ist möglicherweise das Böseste, was ich jemals gelesen habe.«
Glenn Beck, Fox News, USA

Der kommende Aufstand ist ein Buch, das neueste Zeitgeschichte geschrieben hat: Nach Sabotage an einer Eisenbahnstrecke, auf der im November 2008 ein Castortransport mit radioaktivem Material geplant war, wurde es von der französischen Regierung als einziges Beweisstück eines mittlerweile international bekannten »Terrorismusfalls« gehandelt, als ein »Handbuch des Terrorismus« und Vorwand für die skandalöse, z.T. monatelange Inhaftierung von neun Menschen aus dem Dorf Tarnac. Tatsächlich enthält des Buch eine pointierte, situationistisch geprägte Analyse der Reaktionen von Regierungen auf die verschiedenen Unruhen und Volksaufstände in den letzten Jahren. Die brennenden Vorstädte in Frankreich, die Straßengewalt in Griechenland usw. werden von den Regierungen als Gefahr gesehen, die polizeilich und militärisch gebändigt werden müsse, wobei das »Krisenmanagement« die Gesellschaft auch zusammenhalten soll. Für die Autoren dieses Manifests hingegen sind die Revolten revolutionäre Momente, Symptome des Zusammenbruchs der westlichen Demokratien, die sich gegenseitig verstärken und sich ausbreiten. Sie fordern einen Kommunismus, der als »ergebnisoffener« Prozess die Bildung von Kommunen sowie die Restrukturierung der Ökonomie in kleine, lokale Einheiten vorsieht und plädieren für eine anonyme Position der Unsichtbarkeit.

»Nur wir, die in Betonklötzen zur Welt kommen, in Supermärkten Obst pflücken und im Fernsehen nach dem Echo der Welt Ausschau halten, bringen es fertig, geduldig die Enzyklopädie des Desasters zu erstellen.« Unsichtbares Komitee

Autoren

Nach der Sabotage an einer Eisenbahnstrecke, auf der im November 2008 ein Castortransport mit radioaktivem Material geplant war, wurde die erste Publikation des Unsichtbaren Komitees, Der kommende Aufstand, von der französischen Regierung als ein »Handbuch des Terrorismus« beschlagnahmt und war, neben anderen Büchern aus der Bibliothek der Kommune in Tarnac, Vorwand für die skandalöse, z.T. monatelange Inhaftierung der sogenannten Gruppe Tarnac um Julien Coupat, Yildune Lévi, Mathieu Burnel u.a. Unter den Regierungen dreier Staatschefs, von Sarkozy über Hollande bis zu Macron, wurde die juristische Verfolgung der acht Männer und Frauen vorangetrieben, teils unter Heranziehung grotesker vorgeblicher Indizien.
Als im März 2018, fast zehn Jahre nach dem Anschlag, der Prozess begann, lautete die Anklage nur noch auf »Mitgliedschaft in einer Vereinigung von Übeltätern«, selbst das ein unhaltbarer Vorwurf, was auch die öffentliche Unterstützung durch Intellektuelle von Giorgio Agamben über Alain Badiou und Jean-Luc Nancy bis zu Éric Vuillard herausstrich. Zum Auftakt befand sogar der Staatsanwalt, eine terroristische oder übeltäterische »Gruppe von Tarnac« gibt es nicht, sie ist eine Konstruktion der Polizei und der außer Kontrolle geratenen Sicherheitsbehörden. Schließlich wurden nur noch Bewährungsstrafen wegen des Anschlags auf die Zugtrasse verhängt, die mit der bereits abgesessenen langen Untersuchungshaft abgegolten waren.
Obwohl über die Identität des Unsichtbaren Komitees und die Schnittmenge mit der Gruppe aus Tarnac viele Spekulationen angestellt wurden, bleibt das Komitee unsichtbar – aber hörbar. Bei Nautilus erschienen nach dem Kommenden Aufstand bisher An unsere Freunde (2015) und Jetzt (2017).

Pressestimmen

»… ein Buch, das zum Ziel hat, das System zu stürzen.‹«
Heinz Cadera, 3sat (Kulturzeit) 

»… über weite Passagen geradezu brillant. «
Jörn Boewe, junge Welt 

»… ein ersehnter Aufbruch, der hier durchklingt.«
Cordula Echterhoff, Deutschlandfunk, »Andruck« 

»… ein schneidiger Ton, der einen packt.«
Marc Felix Serrao, Süddeutsche Zeitung 

»… von ausgezeichneter sprachlicher Qualität ….«
Christian Schlüter, Frankfurter Rundschau 

»Ein linksradikales Manifest ruft zum Widerstand.«
Die Zeit

»… brillant geschrieben … Da steckt noch viel drin.«
Interview mit dem Politologen Peter Grottian im Deutschlandradio Kultur 

»… mit situationistischem Schwung und gleichzeitig düsterrevolutionärem Zorn ….«
Alex Rühle, Süddeutsche Zeitung 

»Dieses Manifest hat es in sich ….«
pw-portal.de, Portal für Politikwissenschaft Hamburg 

»… wie ein früher Roman von Michel Houllebecq, nur … besser geschrieben «
Marc Zitzmann, NZZ

»… bombastisch und militant … Immer wieder anregend, aufregend, von bestechender Schärfe.«
Tages-Anzeiger

Lesepobe

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Broschur / mit S-W-Fotos illustriert
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