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Eine Leiche im Landwehrkanal

Die Ermordung Rosa Luxemburgs

2., neu durchgesehene, überarbeitete Ausgabe,
mit einem aktuellen Vorwort des Autors

Broschur, 192 Seiten
mit 70 S-W-Abbildungen

Erschienen September 2018

 

Buch 16,00  / eBook 12,99 

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100. Jahrestag der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht am 15. Januar 2019

Die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ist eine der großen Tragödien des 20. Jahrhunderts. Kaum ein politischer Mord hat so sehr die Gemüter bewegt und das politische Klima in Deutschland verändert wie jener in der Nacht vom 15. auf den 16. Januar 1919 vor dem Hotel mit dem paradiesischen Namen Eden. Der Mord war Auftakt für weitere politische Morde, da begann jener schauerliche Zug von Toten, fortgesetzt im März 1919, und ging weiter die ganzen Jahre und Jahre, Gemordete und Gemordete«, wie Paul Levi es 1929 in seinem berühmten Plädoyer im Prozess um die Hintergründe des Mordes formulierte.
Der Fall Luxemburg/Liebknecht war sozusagen der Sündenfall, »in dem Mörder mordeten und wussten, die Gerichte versagen« (Levi). Über Jahre hinweg folgten Verdrehungen, Verdunkelungen, Vorschubleistungen, falsche Verdächtigungen und Selbstbezichtigungen der Tat. Insbesondere der Prozess vor dem Kriegsgericht der Garde-Kavallerie-Schützen-Division, der die Mörder selbst angehörten, eine Justizposse, machte aus der Tragödie eine Groteske, an der so mancher Sozialdemokrat kräftig mitwirkte. Als in den Zwanzigern das Eingeständnis eines Beteiligten und einige Jahre später mehrere Prozesse erstes Licht ins Dunkel brachten, war auch dies von juristischen Eiertänzen und politischen Rückzugsgefechten begleitet. Und so musste Ossip K. Flechtheim 1948 resigniert konstatieren: »Wie sich im einzelnen die politische, moralische oder juristische Verantwortung auf die verschiedenen Richtungen verteilte, wird wohl eindeutig nie mehr festgestellt werden können.«
Doch dann meldete sich, 1959 erst im kleinen Kreis und 1962 öffentlich, mit Waldemar Pabst einer der Verantwortlichen zu Wort, plauderte aus dem Nähkästchen und erntete wütende Proteste wegen der Dreistheit seines Geständnisses. Als dann 1966 Joseph Wulf die verloren geglaubten Akten des Kriegsgerichts der GKSD und weitere Akten der Staatsanwaltschaft aus den Jahren 1921 bis 1925 entdeckte, konnte, wenn auch gegen Widerstände, die Tat aufgeklärt werden als das, was sie war: brutaler Mord.

Klaus Gietingers Realkrimi über die Ermordung Rosa Luxemburgs ist das spannend zu lesende und reich illustrierte Standardwerk, das die Hintergründe der Tat erklärt, Täter und Drahtzieher vorstellt und deren Karrieren bis zu ihrem Ableben verfolgt.

Autor

Klaus Gietinger © Bärbel Högner

Klaus Gietinger © Bärbel Högner

Klaus Gietinger, geb. 1955, ist Sozialwissenschaftler, Drehbuchautor und Regisseur. Er schrieb und inszenierte diverse Tatorte. Bei Nautilus erschienen »Eine Leiche im Landwehrkanal. Die Ermordung Rosa Luxemburgs (2009, Neuausgabe 2018), »Der Konterrevolutionär. Waldemar Pabst – eine deutsche Karriere« (2009) und »November 1918. Der verpasste Frühling des 20. Jahrhunderts« (2018). Klaus Gietinger lebt in Saarbrücken.

Pressestimmen

»… Hat … maßgeblich zur Aufklärung der Vorgänge am 15. Januar 1919 beigetragen.«
Dieter Wunderlich 

»Ein gut recherchiertes Buch mit Biografien und wichtigen Dokumenten.«
Peter Autengruber, Bücherschau (Wien)

 

Leseprobe

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Leseprobe »Eine Leiche im Landwehrkanal«

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Klaus Gietinger © Bärbel Högner

Klaus Gietinger © Bärbel Högner
3400 x 2276 Pixel
28,77 x 19,25 cm (300 DPI)

CC_Gietinger_Eine Leiche im Landwehrkanal

CC_Gietinger_Eine Leiche im Landwehrkanal

Weitere Titel in der Edition Nautilus:

Klaus Gietinger November 1918

November 1918

Buchinfos

Broschur, 272 Seiten

Buch 18,00  / eBook 14,99 

Klaus Gietinger Der Konterrevolutionär

Der Konterrevolutionär

Buchinfos

Originalveröffentlichung
Gebunden mit Schutzumschlag,
544 Seiten, 70 S/W-Abbildungen

39,90 

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