Das Leben von Myles, Teilzeitjournalist und engagiertes Mitglied der Belfaster Trinkerszene, ist eigentlich schon kompliziert genug: Seine Frau hat ihn vor die Tür gesetzt und auf der Suche nach einer neuen Bleibe ist er an einen skrupellosen Miethai geraten, der ihm zwei Schläger auf den Hals hetzt, um die ausstehende Miete einzutreiben. Als er dann in einer Bar auf die sexy Künstlerin Mex trifft, sind Verwirrung und Chaos programmiert, denn Mex arbeitet an einer Fotoserie über Doppelgänger, und einer ihrer Bekannten sieht Myles zum Verwechseln ähnlich …
Ein rasant komisches Debüt.
Belfaster Doppel
Roman
Aus dem Englischen übersetzt von Jürgen Schneider
Deutsche Erstausgabe
Broschur, 160 Seiten
Erschienen August 2007
13,90 €
Titel im Buchhandel vergriffen. Restexemplare beim Verlag erhältlich (Büchersendung, ca. 5 Werktage per Post).
| Buchinfos | Deutsche Erstausgabe Broschur, 160 Seiten |
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Autor

Micky Donnelly
Micky Donnelly, geboren 1952 in Belfast, studierte von 1976 bis 1981 Kunst an der Universität von Ulster. Seitdem arbeitet er als freier Künstler und wurde 1996 in die Aosdána gewählt, die wichtigste Vereinigung von Kunstschaffenden in Irland.
Pressestimmen
»Gelungene Sauf- und Sexszenen.«
Margret Fetzer, die tageszeitung
„Eine rasante Komödie ….«
Lift, Stuttgart, Das Stadtmagazin
»Ein rasant erzählter Thriller ….«
Martin Lösch, Lesart
»Ein Schelmenroman über ihn und die janusköpfige Realität ….«
Ellen Pomikkalke, Buchmarkt
Leseprobe
Ich stellte also mein Pint ab, und als sie mir wieder näher kam, um etwas auf den Punkt zu bringen, griff ich nach einem ihrer Ohrringe und hielt ihn fest, was sie einen Moment erstarren ließ. Dann küsste ich sie auf die Lippen. Sanft. Ohne zu zögern erwiderte sie meinen Kuss, und bevor es mir klar wurde, betatschte ich sie überall. Es muss ein fesselndes Spektakel gewesen sein, besonders für unsere unmittelbaren Nachbarn, denn einige fingen an zu jubeln und zu klatschen, genau wie amerikanische Touristen. Ich lehnte mich zurück und starrte sie an. Sie sahen in der Tat verdächtig nach amerikanischen Touristen aus, und ich stellte fest, dass der Sommer offiziell angefangen hatte, ob es regnete oder nicht. Ich sagte, dass sie sich doch zurückhalten und benehmen möchten, sie befänden sich nun in Irland, und brachte meine Hoffnung zum Ausdruck, dass sie Wasser mögen, da es vermutlich weitere zwei Monate regnen würde, genau wie in den letzten zwei Monaten. Einige Leute hinter ihnen fingen an zu lachen und setzten die Spöttelei dort fort, wo ich aufgehört hatte.
Ich drückte Mex weiter in die Ecke. Die Fummelei ging wieder los. Ich hatte mich seit Jahren nicht mehr so an einem öffentlichen Ort benommen und genoss die Neuheit. Wir legten eine Pause ein, um Luft zu holen, wie es in den Schundromanen heisst, und schoben unsere Getränke ans Ende des Tresens, damit sie nicht in irgendjemandes Sammlung verschwanden. Wir setzten das Liebesspiel fort, nicht allzu auffällig. Ein-, zweimal hielten wir inne, um eine Erfrischung zu nehmen. Irgendwann wollte ich etwas über die Beschaffung von Flüssignachschub sagen, doch Mex schenkte mir nur ein breites Grinsen und entzog sich mir.
»Bin gleich zurück«, sagte sie
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