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Halder

Kriminalroman

Originalausgabe

Broschur
160 Seiten

Erschienen September 2021

 

16,00 

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Ein hellsichtiger politischer Thriller über Cop Culture und einen Sicherheitsapparat, der bis in höchste Kreise auf dem rechten Auge blind ist

Kurt Halder, der Präsident des Verfassungsschutzes, macht sich auf den Weg von Köln nach München, um an einer Sitzung der Soko Nordring teilzunehmen. Ein Polizeiwagen ist abgefackelt worden, ein Kommissar kam dabei ums Leben. Die Polizei verdächtigt ein militantes linksradikales Netzwerk, dies ruft den Verfassungsschutz auf den Plan. Aber auch rechtsextreme Kreise sind in das Geschehen verwickelt, der Ermordete gehörte einer subversiven Polizeigruppe an und verschickte Drohbriefe an Exponenten der linken Szene.

Halder entwickelt ein persönliches Interesse an dem Fall, er nimmt zwei ehemalige RAF-Sympathisanten ins Visier, die den Eindruck erwecken, ihren antikapitalistischen und antifaschistischen Kampf wiederaufnehmen zu wollen. Halder sieht sich bei der Bekämpfung der RAF-Restbestände in der Tradition großer Vorgänger, die ihren Einsatz mit dem Leben bezahlen mussten. Zu diesem Motiv gesellt sich noch ein weiteres: Eine ehemalige Schulkameradin hat sich bei Halder gemeldet und ihn zu einem Besuch eingeladen, den er mit seiner Dienstfahrt verbinden kann. Ein Jugendtraum scheint wahr zu werden.

Schicht für Schicht seziert Max Bronski Weltanschauung und Innenleben eines rechten Ideologen an höchster Stelle.

 

 

Autor

Max Bronski © Monika Stein

Max Bronski (Franz-Maria Sonner), geboren 1953 in Tutzing, ist Autor zahlreicher Kriminalromane. Seine Reihe um den Münchner Antiquitätenhändler Gossec (zuletzt erschien 2018 Schneekönig) ist legendär. Für Oskar erhielt er 2019 den Glauser-Preis für den besten Kriminalroman des Jahres; zuletzt erschien Jaguar (2020). Max Bronski lebt in München.

Leseprobe

Lena tendierte zu Grün, das war klar. War aber längst kein Beinbruch mehr, denn auch diese Partei war inzwischen staatstragend geworden. Und am Ende der Kette standen Wertkonservative, die ihren Gesinnungsgenossen in den anderen Parteien die Hand reichten. Außerdem war Bewahrung der Natur keine genuin linke Parole. Unter den Grünen der ersten Stunde war das völkische Lager stark vertreten. Verhielt sich auch heute noch so: Jede noch so braune Wiking-Truppe betrieb Jugendbetreuung als Zeltlager-Abenteuer. Der Deutsche Wald war uns immer schon angelegen, diese Liebe war spätestens seit Hermann dem Cherusker genetisch.

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