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Erinnert euch an mich. Über Nestor Machno

Porträt des ukrainischen Anarchisten

Mit einem Nachwort von Bini Adamczak

Originalausgabe
Broschur, mit zahlreichen Abbildungen
184 Seiten

Erschienen September 2018

 

Buch 18,00  / eBook 14,99 

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»Diese Geschichte spricht zu uns. Sie ist wahr für alle Revolutionärinnen, die sich anschicken, das Gefängnis des Kapitalismus zu verlassen.« Bini Adamczak

Von der sowjetischen Geschichtsschreibung zum Mörder und Banditen degradiert, von den Anarchisten in aller Welt als Held, als ukrainischer Che Guevara verherrlicht, hat Nestor Machno (1888-1934), der Führer der legendären Volksbewegung und Bauernarmee Machnowtschina, den Ausgang des russischen Bürgerkriegs entscheidend beeinflusst. Unter der schwarzen Fahne der Anarchie führte Machno von 1918 bis 1921 einen kompromisslosen Partisanenkrieg gegen alle – gegen Anhänger des Zaren, Bolschewiken, ukrainische Nationalisten, deutsche und österreich-ungarische Truppen – und für die kollektive Selbstverwaltung der Bauern und Arbeiter in einer herrschaftsfreien staatenlosen Gesellschaft.

Aus Memoiren, Berichten, Verhörprotokollen und Briefen von Zeitzeugen hat Mark Zak ein vielstimmiges Porträt des überlebensgroßen Bauernführers zusammengestellt.

Autor

Mark Zak © Gerardo Milsztein

Mark Zak © Gerardo Milsztein

Mark Zak, Schauspieler und Autor, wurde 1959 in Lwiw (Lemberg) geboren, wuchs in Odessa auf und kam 1974 mit seiner Familie aus der UdSSR nach Westdeutschland. Er lebt heute in Köln.
2013 erschien sein Krimi »Glaube Liebe Mafia«, der im selben Jahr als Hörspiel im WDR gesendet wurde, 2015 verfasste er das Theaterstück Begleitagentin, das 2018 in Köln uraufgeführt wurde. 2017 schrieb er für den Deutschlandfunk das Feature »Erinnert euch an mich. Machno und seine anarchistische Armee«, aus dem dieses Buch entstand.

 

Bini Adamczak lebt in Berlin und arbeitet als Autorin und Künstlerin zu politischer Theorie, queerfeministischer Politik und der vergangenen Zukunft von Revolutionen. Zuletzt erschien von ihr »Beziehungsweise Revolution. 1917, 1968 und kommende« (Berlin 2017) und »Der schönste Tag im Leben des Alexander Berkman. Vom womöglichen Gelingen der Russischen Revolution« (Münster 2017).

Leseprobe

Zeitgenossen über Nestor Machno:

»In der Tat gab es wohl wenig Menschen, die auf ein so wildbewegtes und abenteuerliches Leben zurückblicken konnten.«
Rudolf Rocker, deutscher Publizist und Anarchist (1873–1958)

»Einmal, als ich gerade mit einem alten Typen, einem wahrhaftigen Patriarchen mit einem langen weißen Bart sprach, überraschte es mich, dass er, als der Name Machno erwähnt wurde, seine Bauernmütze mit einer ehrerbietigen Geste abnahm. ›Ein großer und guter Mann‹, sagte er, ›möge Gott ihn schützen. Es ist jetzt zwei Jahre her, dass er hier war, aber ich kann ihn immer noch vor mir sehen, wie er auf einer Bank auf dem Platz stand und zu uns sprach. Wir waren ungebildete Leute und verstanden nie diese Bolschewiki. Aber er sprach zu uns in unserer Sprache und seine Rede war einfach.‹«
Alexander Berkman, russisch-amerikanischer Anarchist (1870–1938)

»Man darf sich keine Illusionen machen. Es wäre Unsinn, sich eine machnowistische Bewegung vorzustellen, die frei von allem Makel wäre, sich einzig und allein in Glanz und Herrlichkeit entfaltet und deren Führer über alle Schwächen und jedem Vorwurf erhaben seien.«
Wolin, russisch-französischer Anarchist (1882–1945)

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Leseprobe »Erinnert euch an mich«

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Mark Zak © Gerardo Milsztein

Mark Zak © Gerardo Milsztein

Mark Zak © Gerardo Milsztein

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