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Wir sind ja nicht zum Spaß hier

Reportagen, Satiren und andere Gebrauchstexte

Herausgegeben und mit einem
Vorwort von Doris Akrap

Originalveröffentlichung
Broschur, illustriert,
224 Seiten

Erschienen Februar 2018

 

Buch 16,00  / eBook 13,99 

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»Dieser Ort«, schreibt Deniz Yücel im Februar 2017 aus dem Polizeigewahrsam in Istanbul, »hat keine Erinnerung. Alle, die ich hier kennengelernt habe – kurdische Aktivisten, Makler, Katasterbeamte, festgenommene Richter und Polizisten, Gangster – alle haben mir gesagt: ›Du musst das aufschreiben, Deniz Abi.‹ Ich habe gesagt: ›Logisch, mach ich. Ist schließlich mein Job. Wir sind ja nicht zum Spaß hier.‹«

Während seiner einjährigen Haftzeit hat Deniz Yücel – in mühsamer Kommunikation über seine Anwälte und kuratiert von der Journalistin Doris Akrap – eine Auswahl aus seinen Texten aus den vergangenen 13 Jahren zu einem ebenso klugen wie unterhaltsamen und in jeder Hinsicht abwechslungsreichen Buch zusammengestellt: Reportagen, Satiren, Polemiken, Kommentare, Glossen und andere »Gebrauchstexte aus dem Handgemenge«. Dazu kommen zwei Stücke, die er im Hochsicherheitsgefängnis Silivri Nr. 9 hierfür verfasst hat, sowie einen Beitrag seiner Frau, der Fernsehproduzentin und Lyrikerin Dilek Mayatürk Yücel.

Ob es um Journalismus geht – »Scheißefinden und Besserwissen« –, um unsere Mitbürger mit Migrationshintergrund – »Mathe für Ausländer« –, um ganz Allgemeines wie »Biokoks und Surenbingo« oder, natürlich, um die Türkei – »Der Chef, der Putsch und der Park«: Bei Yücel geht bissige Gesellschaftskritik mit einer klaren Analyse der harten Fakten einher.

»Die Beiträge, die Deniz Yücel in diesem Buch veröffentlicht hat, sind großer Journalismus. In die Tiefe gehend, prall gefüllt auch mit persönlich Erlebtem, nicht geschwätzig-feuilletonistisch überladen, sondern in den Kontext passend und von großer Einfühlsamkeit. Ich glaube an die Kraft dieses Buches.« Günter Wallraff, DER SPIEGEL

Autor

Deniz Yücel © Frauke Böger

Deniz Yücel © Frauke Böger

İlker Deniz Yücel, 1973 als Kind türkischer Einwanderer in Flörsheim am Main geboren und seit Mai 2015 Türkei-Korrespondent der Welt. Hat in Berlin Politikwissenschaft studiert und vor seinem Wechsel zur Welt als Redakteur der tageszeitung und zuvor der Wochenzeitung Jungle World sowie als freier Autor für verschiedene Medien gearbeitet. Mitgründer der preisgekrönten antirassistischen Leseshow Hate Poetry. 2014 erschien in der Edition Nautilus sein erstes Buch »Taksim ist überall – Die Gezi-Bewegung und die Zukunft der Türkei« (erweiterte Neuausgabe 2017). 2018 erschien »Wir sind ja nicht zum Spaß hier«, eine Auswahl journalistischer Texte der vergangenen 14 Jahre sowie im Gefängnis verfasster Beiträge.
Deniz Yücel wurde 2011 mit dem Kurt-Tucholsky-Preis für literarische Publizistik und 2017 mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet. Im September 2018 wurde ihm der M100 Medienpreis des M100 Sanssouci Colloquiums in Potsdam verliehen.
Im Februar 2017 wurde Deniz Yücel in Istanbul verhaftet und saß über ein Jahr lang im Hochsicherheitsgefängnis Silivri Nr. 9, wo er seine Lebensgefährtin Dilek Mayatürk heiratete.

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CC_Wir sind ja nicht zum Spaß hier

CC Taksim ist überall

© privat / honorarfrei

Deniz Yücel / honorarfrei

Weitere Titel in der Edition Nautilus:

Taksim ist überall

Buchinfos

2. überarbeitete, korrigierte und
erweiterte Auflage,
Broschur, 224 Seiten

Buch 14,90  / eBook 12,99 

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