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50 Ways to Leave Your Ehemann

Nautilus Flugschrift

Originalveröffentlichung

Broschur, ca. 224 Seiten

ca. € 18,00

ISBN 978-3-96054-303-9

Erscheint im September 2022

 

Nicht lieferbar

Sie hat es getan: Die schlechteste Hausfrau der Welt hat ihren Mann verlassen und ist mit ihren beiden Kindern in eine eigene Wohnung gezogen – oder wie sie sagt: Sie wurde weggentrifiziert nach Lichtenrade. Doch auch als Alleinerziehende ist die Welt alles andere als in Ordnung. Das beginnt schon damit, dass es für ganz normale Mütter mit ganz normal wenig Geld verdammt schwer ist, ihren Mann zu verlassen. Und das ist kein Zufall, denn Frauen, Mütter, sollen nicht frei sein. Und wenn sie sich doch ihre Freiheit erkämpfen, sollen sie einen hohen Preis dafür bezahlen.
Jacinta Nandi schreibt über Slutshaming und Mitleid, Rechtfertigungsdruck und Doppelstandards gegenüber Alleinerziehenden. Sie macht deutlich, dass nicht alles Gewalt sein muss, um scheiße zu sein, dass »Aber er ist so ein guter Vater« kein hilfreicher Ratschlag ist und dass Isaac Newton bestimmt nicht alleinerziehend war. Sie fragt, warum verheiratete Frauen so unsolidarisch tolle Kuchen backen und Kostüme nähen und ob Single Moms by Choice die besseren Alleinerziehenden sind.
Warum müssen Mütter stets perfekt sein, während Väter irgendwie immer gut genug sind? Und was muss sich verändern, damit keine Mutter mehr gezwungen ist, in einer Beziehung zu bleiben, die sie nicht will? »Leave your Ehemann« – das muss viel einfacher werden!

 

 

Autorin

Jacinta Nandi © Andi Weiland

Jacinta Nandi wurde 1980 in London geboren und lebt seit 2000 in Berlin. Für die taz schrieb sie die Kolumne »Die gute Ausländerin«, außerdem publiziert sie regelmäßig im Missy Magazine und der Jungle World. Sie war Mitglied der Lesebühnen Rakete 2000 und Die Surfpoeten. Zuletzt erschienen von ihr die Bücher Die schlechteste Hausfrau der Welt (2020) und WTF Berlin – Expatsplaining the German Capital (Satyr 2022).

 

Leseprobe

»Ihr Fall ist sehr speziell«, sagten alle, weil ich freiberuflich war, weil mein Ex viel Geld verdiente, weil ich nicht nichts verdiente, aber nicht genug, um eine Wohnung für drei Personen zu bezahlen. Am Telefon oder im Beratungsgespräch habe ich mir immer gesagt: Mein Fall ist sehr speziell, mein Fall ist sehr ungewöhnlich, mein Fall ist ganz besonders. Niemals zuvor hat in Deutschland eine Freiberuflerin einen Mann mit Geld verlassen wollen. Niemals zuvor hatte in Deutschland eine Frau wenig, aber nicht kein Geld. Niemals zuvor gab es einen Fall wie meinen, ich bin so besonders, ich bin ganz ungewöhnlich.
Auf den Weg nach Hause von den Beratungsgesprächen redete ich mit den Eltern, und wenn ich sage Eltern, meine ich eigentlich Mamas – auf dem Spielplatz. Und wisst ihr was? Fast alle Mamas auf dem Spielplatz verdienen weniger als ihre Partner, oder sind in Teilzeit, oder arbeiten sogar freiberuflich. So ungewöhnlich bin ich gar nicht! Aber eins ist klar: Mein Fall ist nicht vorgesehen in diesem großzügigen deutschen Sozialstaat.
Es ist einfach nicht vorgesehen, dass Frauen ihre Männer verlassen. Nicht, wenn sie gewalttätige Männer verlassen wollen, aber auch nicht, wenn sie einfach faule Arschlöcher verlassen wollen, die nie den Abwasch machen wollen.

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Weitere Titel in der Edition Nautilus:

Die schlechteste Hausfrau der Welt

Buchinfos

Broschur, 208 Seiten

16,00 

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