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Berliner Bürger*stuben

Palimpseste und Geschichten

Originalveröffentlichung

Broschur, 328 Seiten

Erschienen im März 2020

 

20,00 

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»Berlin in zwei Sätzen: ›I see you‹ – ›Wir euch ooch.‹«

Annett Gröschner ist eine Spaziergängerin im Sinne Theodor Fontanes – wandern muss nicht heißen, zu Fuß zu gehen. Es kann auch eine Straßenbahn sein, das Fahrrad, Schwimmen, eine Reise im Kopf oder Wochen im Archiv.
Aber immer kreist alles um Berlin, ihre Wahlheimat, ob sie nun über die Gingkobäume in der Humboldt-Universität, die Villa eines Kapitäns in der Fasanenstraße, Kleingärten, Friedhöfe, verlassene Industriegebiete, das Stadion an der Alten Försterei oder die Regionalexpresslinie 4 schreibt. Wenn sie die Palimpseste der Volksbühne entschlüsselt, mit Frau Globisch fliegt, Annemirl Bauer beim Madonnenmalen zuschaut und Gitti Eicke betrauert, einem Gasableser lauscht, eine syrisch-kurdische Dichterin bei ihrer Ankunft in der Stadt begleitet und Paradigmenwechsel bedauert.

Elf Jahre nach Parzelle Paradies sind die Geschichten, ist die Geschichte weitergegangen, und Annett Gröschner hat Grund zum Zweifel. Der Verlust ihrer Wohnung durch Eigenbedarfskündigung hat sie in eine Krise gestürzt und zugleich ihren Blick geschärft. Wie kann es gelingen, Berlin als eine Arche zu erhalten, in der alle Platz haben, egal, woher sie kommen?

Autorin

Annett Gröschner © Henning Schossig

Annett Gröschner, 1964 in Magdeburg geboren, Studium der Germanistik in Ostberlin und Paris. 1992–1996 Historikerin für das Prenzlauer Berg Museum, seit 1994 Beteiligung an verschiedenen Ausstellungs- und Buchprojekten, seit 1997 freie Schriftstellerin und Journalistin. Sie wurde mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, zuletzt mit dem Großen Kunstpreis Berlin 2021 und dem Klopstock-Preis des Landes Sachsen-Anhalt 2021.

Pressestimmen

»Dass man sich in diesem Buch festliest, egal, wo man es aufschlägt, liegt zum einen an der dieser zugleich fantasievollen und genauen Sprache. Zum anderen liegt es an den faszinierenden Alltagswelten, in die man in den Reportagen eintaucht.« Sieglinde Geisel, Deutschlandfunk Kultur

»Der perfekte Begleiter für eine imaginäre Reise durch Berlin« Thomas Böhm, radio eins Literaturagenten

Sie wurde mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, zuletzt mit dem Großen Kunstpreis Berlin 2021.

»Ob es Berliner Wasserstraßen sind oder die Berliner Frauenbewegung in Ost und West, ob es um Berlin zu Zeiten der Cholera und Hegels Todesumstände geht, um die Linie IV oder Kleingartenkolonie Parzelle Paradies – Annett Gröschner ist eine unermüdliche Chronistin der Stadt, ihrer Geschichte, ihrer Veränderung und natürlich ihrer Bewohner:innen. Sie ist Flaneurin und wandelndes Stadtarchiv gleichermaßen und verbindet in ihren Texten literarische, soziologische und historische Herangehensweisen. Es handelt sich um dichte Beschreibung im besten Sinne. Ihr literarischer Blick hat eine menschenfreundliche Schärfe, der die Stadt und alles, was sich in ihr bewegt, klarer, komplizierter und kontrastreicher herausstellt.« Aus der Begründung der Jury des Großen Kunstpreises Berlin 2021

Veranstaltungen

Berlin
Donnerstag, 29. Juli, 19.30 Uhr

Lesung mit Asal Dardan, Annett Gröschner und Miryam Schellbach
Im Rahmen des Festivals 21 Sunsets
Veranstaltungsort: Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin

Eintritt: Ticket für € 5,- / 3,-
Eine Veranstaltung des Haus der Kulturen der Welt

Berlin
Samstag, 31. Juli, 19 Uhr

Berliner Palimpseste: Lesung und Gespräch
Moderation: Peggy Mädler
Im Rahmen von 35 Jahre Umwelt-Bibliothek an der Zionskirche Berlin. Veranstaltungen aus der Vogelperspektive
Veranstaltungsort: Zionskirche am Zionskirchplatz, 10119 Berlin-Mitte

Eintritt auf Spendenbasis
Ein Projekt des Fördervereins Zionskirche e.V. in Kooperation mit der Ev. Gemeinde am Weinberg
Gefördert von der Bundesstiftung Aufarbeitung

Videobeiträge

Annett Gröschner über ihr Buch »Berliner Bürger*stuben«

Digitale Buchpremiere in 7 Episoden: Volksbühne Berlin 18.-24. Mai 2020

Online anschauen unter: https://www.volksbuehne.berlin/de/programm/fullscreen/10652/berliner-buerger-stuben-palimpseste-und-geschichten/10653

Aufzeichnung im Brecht-Haus am 28. April 2020

Leseprobe

Zwischen Bürgern und Stuben ist eine Lücke, die kann gefüllt werden mit vielem, mit Gender und Diversity, Flüssen oder Brücken, unsichtbaren Grenzen. Es zeigt auch – es geht hier nicht um eine Kneipe, sondern um die vielen Stadtbürger*innen, die in Berlin wohnen, seine Geschichte mitschreiben und mittlerweile von überallher kommen. Die gesehen und nicht nur mitgemeint sein wollen. Die nicht wieder wegwollen, auch wenn sie einen unsicheren Aufenthaltsstatus haben. Die keine No-go-Areas in der Stadt dulden. Es geht um Urberliner*innen aller Geschlechter und Hautfarben, um Neuberliner*innen, die Currywurst nur vegan mögen, was inzwischen ein Klischee ist, oder die auch die deftige Berliner Küche lieben. Buletten zum Beispiel. Kein deutsches, aber ein Berliner Wort.

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Leseprobe Gröschner, Berliner Bürger*stuben

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Inhalt Gröschner, Berliner Bürger*stuben

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CC Groeschner_Berliner_125_©_Maja_Bechert

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Weitere Titel in der Edition Nautilus:

Annett Gröschner Peter Jung Ein Koffer aus Eselshaut
,

Ein Koffer aus Eselshaut

Buchinfos

Originalveröffentlichung
Gebunden mit Schutzumschlag, 288 Seiten, mit 50 S/W-Fotos

22,00 

Annett Gröschner Parzelle Paradies

Parzelle Paradies

Buchinfos

224 Seiten, nur noch als E-Book erhältlich!

12,99 

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