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Hexen

Die unbesiegte Macht der Frauen

Nautilus Flugschrift

Aus dem Französischen übersetzt von Birgit Althaler

Deutsche Erstausgabe

Broschur, ca. 288 Seiten

ca. € 18,00

ISBN 978-3-96054-230-8

Erscheint Anfang März 2020

 

Nicht lieferbar

Die Hexe ist wirkmächtiges Feindbild und zugleich Symbol weiblicher Selbstermächtigung. – Der Bestseller aus Frankreich!

Sie verkaufen selbstgemachte Zauberbücher auf LOHA-Onlineplattformen, posten Fotos ihrer kristallkugelgeschmückten Altare auf Instagram oder versammeln sich, um Donald Trump mit Verwünschungen zu überziehen – Hexen sind überall. Mehr noch als ihre Vorfahrinnen in den 1970er Jahren sind Feministinnen heute von der Figur der Hexe fasziniert.
Hexen sind zugleich gnadenlos verfolgte Opfer und eigensinnige, starke Rebellinnen. Aber wer waren die Frauen, die man im Europa der Renaissance der Hexerei beschuldigte – zu einer Zeit, als auch Abtreibung und Verhütung kriminalisiert wurden? Welche Frauen wurden in diesen Jahrhunderten des Terrors zensiert, ausgelöscht, unterdrückt? Mona Chollet untersucht drei Gruppen von ihnen: unabhängige Frauen, denn Witwen und Ledige wurden besonders stark verfolgt, kinderlose Frauen, die ihre Reproduktion selbstbestimmt gestalteten, und alte Frauen, die oft heute noch als angsteinflößend gelten.
Wie lässt sich der entfesselte Hass auf Frauen und auf selbstbestimmte Weiblichkeit erklären? Chollet zeigt, wie wirkmächtig diese Feindbilder auch in unserer heutigen Gesellschaft noch sind und welche kriegerischen und ausbeuterischen Verhältnisse gegenüber Frauen – und auch gegenüber der Natur – durch sie befördert wurden.

Autorin und Übersetzerin

Mona Chollet © Mathieu Zazzo

Mona Chollet, 1973 in Genf geboren, lebt in Paris. Sie hat Literatur in Genf und Journalismus in Lille studiert und bei Charlie Hebdo und für Arte Radio gearbeitet. Heute ist sie Redakteurin bei Le Monde diplomatique. Sie ist Verfasserin der Bücher Beauté fatale. Les nouveaux visages d’une aliénation féminine (2012) und Chez soi. Une odyssée de l’espace domestique (2015).

Birgit Althaler, 1959 in Lienz geboren, studierte Germanistik und Romanistik in Wien sowie Übersetzen in Wien und Zürich. Sie übersetzt aus dem Französischen, Englischen und Spanischen. Für Edition Nautilus hat sie Gilbert Achcar, das Unsichtbare Komitee und Henri Lefebvre aus dem Französischen übersetzt.

Leseprobe

In Wirklichkeit haben wir gerade deshalb, weil die Hexenverfolgungen uns von unserer Welt erzählen, ausgezeichnete Gründe, ihnen nicht ins Auge zu blicken. Das zu wagen bedeutet, sich dem trostlosesten Anblick der Menschheit auszusetzen. Sie veranschaulichen vor allem, wie Gesellschaften beharrlich imm er wieder einen Sündenbock für ihr Unglück suchen und sich in einem Kreislauf der Irrationalität festfahren, wie sie jedem vernünftigen Argument unzugänglich werden, bis die Häufung von Hassreden und eine obsessiv gewordene Feindschaft den Übergang zur physischen Gewalt rechtfertigen, der als legitime Verteidigung des Gesellschaftsorganismus wahrgenommen wird. Sie veranschaulichen, um die Worte von Françoise d’Eaubonne aufzugreifen, die menschliche Fähigkeit, »mit einer eines Geistesgestörten würdigen Argumentation ein Massaker auszulösen«.

Pressestimmen

»Mona Chollet bringt uns dazu, das für erreicht und unverrückbar Gehaltene wieder in Frage zu stellen. Eine aufrüttelnde Lektüre.« Libération

Downloads

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CC Chollet_Hexen_125_©_Maja_Bechert

Chollet(c)Mathieu_Zazzo_200x200

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