Amphetamin ist als Pharmazeutikum die normalste Sache der Welt: Kinder und Soldaten bekommen Amphetaminpräparate legal zugeteilt, um zu leisten, was von ihnen erwartet wird. Als Chrystal Meth alias Pep, Yaba oder Speed hingegen wird es als »Killerdroge« für den jüngsten Anstieg an HIV-Infektionen verantwortlich gemacht und gilt bei Politikern als größte Bedrohung der USA.
Das Buch stellt die schillernde Wirkung dieser Droge in ihrem Zwiespalt dar, indem es die Entwicklungsgeschichte des Amphetamin vom späten 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart nacherzählt, von seiner extremen Leistungssteigerung bis zur schnellen Abhängigkeit und Zerstörung.
Durch die Ausleuchtung der gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Zusammenhänge wird deutlich, warum das ehemalige Asthmamittel von der deutschen Wehrmacht als Stimulans für Soldaten genutzt werden konnte und nach Kriegsende als erstes Antidepressivum vermarktet wurde.
Detailliert untersucht der Autor den Einfluss der Droge auf die Arbeiten von Künstlern wie Judy Garland, Philip K. Dick, Jean Paul Sartre, Andy Warhol, Elvis Presley oder Johnny Rotten. Es geht um Beschleunigung und Produktivitätssteigerung der Arbeitskraft, Grenzüberschreitung in der Kreativität, Körpergestaltung und um gute Gründe, nüchtern zu bleiben.
Speed
Eine Gesellschaft auf Droge
Neuauflage
Broschur, 192 Seiten
Erschienen August 2012
18,00 €
| Buchinfos | Broschur, 192 Seiten |
|---|
Autor

Hans-Christian Dany © Donnie Londi
Hans-Christian Dany, geboren 1966, lebt als Künstler in Hamburg und schon lange im Urlaub von dem, was er tun soll. Wie viele, die nicht wissen, wohin mit sich, schreibt er. Manchmal werden daraus Bücher.
Bei Edition Nautilus erschienen Speed. Eine Gesellschaft auf Droge (2008, Neuauflage 2012), Morgen werde ich Idiot. Kybernetik und Kontrollgesellschaft (2013), Schneller als die Sonne. Aus dem rasenden Stillstand in eine unbekannte Zukunft (2015) und MA-1. Mode und Uniform (2018).
Pressestimmen
»… ein neues Format der Drogenliteratur.«
De:Bug
»… eine eigenwillige und faszinierende Kulturgeschichte des Aufputschmittels Amphetamin.«
Felix Denk, Süddeutsche Zeitung
»… ein ungemein dichtes … Buch über das 20. Jahrhundert.«
Style 100 (Berlin), magazin for life
»Eine Drogenkulturgeschichte, die auch deutliche literarische Züge trägt.«
Michael Saager, Die Wochenzeitung
»… ein Buch voll Speed ….«
Nils Michaelis, KulturPanorama, WE-Beilage der Badischen Zeitung
»… Unterhaltung der intelligenten Art.«
Matthias Pierre Lubinsky, www.webcritics.de
»… ein ausgezeichnet recherchiertes und großartiges Buch ….«
Gerald Raunig, Freitag
„… eine extrem kurzweilige Lektüre, für Drogen-Nutzer und Abstinente gleichermaßen interessant …“
Wanton Waldt De:Bug
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