Der Pygmäe von Obergiesing
Kriminalroman
Wilhelm Gossec, Bd. 5
2., durchgesehene Auflage der Erstausgabe von 2016
176 Seiten
Erschienen September 2024
Nur als E-Book erhältlich
12,99 €
| Buchinfos | Gossec Bd. 5, 176 Seiten, nur als E-Book erhältlich |
|---|
Autor

Franz-Maria Sonner © Peter Frese
Max Bronski (Franz-Maria Sonner), geboren 1953 in Tutzing, ist Autor zahlreicher Kriminalromane, u.a. der Reihe um den Münchner Antiquitätenhändler Gossec. 2019 erhielt er den Friedrich-Glauser-Preis für den besten Kriminalroman des Jahres, 2023 wurde er mit dem Radio-Bremen-Krimipreis ausgezeichnet. Max Bronski lebt in München und Hannover.
Leseprobe
Alois hingegen amüsierte sich königlich, lachte und patschte sich auf die Schenkel. Schließlich enterte eine ältere Dame unseren Biertisch, und wir mussten unseren Disput beenden.
„Jetzt muss ich mich doch einmal dazusetzen, weil ich Sie was fragen möchte. Ihre Rede hat mir übrigens gut gefallen, die war so poetisch.“
Alois faltete die Hände vor der Brust und verbeugte sich. Seine Gesprächspartnerin lächelte und zupfte sich ihr rosa Pepitablüschen zurecht.
„Meine Tante Elfriede hat schon damals gesagt, dass es nicht richtig ist, wenn man was gegen Afrikaner hat, weil sie ja doch auch Menschen wie wir alle sind.“
„Genau.“
„Was mich aber schon beschäftigt, ist, wie man zu Ihnen überhaupt noch sagen darf. Früher hat es halt Neger geheißen, ich finde, das war ja nicht böse gemeint. Mohr geht auch nicht mehr, obwohl ich noch vom Vater eine Weihnachtskrippe geerbt habe, wo der König Kaspar zwei ganz hübsche – so, wie sage ich das jetzt? – zwei hübsche HmHm als Schleppenträger hat. Ehrlich gesagt: Schwarzer – klingt das nicht ein bisschen unpersönlich?“
„Ihre Tante Elfriede ist doch eine Weiße, oder?“
„Ja freilich!“
„Klingt komisch, oder?“
„Ja schon, wenn Sie so das sagen!
„Ist bei mir genauso, denn ich habe einen Namen: Alois Womack. Reden Sie mich doch einfach mit Alois oder Herr Womack an!“
Pressestimmen
»Der Fall ist schön, klar, gerade erzählt. Es gibt gutes Bier, überall hängen herrliche Mikrokarikaturen vom Alltag an der Isar herum. Am Ende ist man sehr gut unterhalten. Und möchte ein kleines bisschen doch in München wohnen. Hab das jetzt ich geschrieben? Nicht zu fassen.« Elmar Krekeler, Die Welt
»Ein typischer Bronski, bei dem nebenbei auch noch mit lustvoller Ironie die Gentrifizierung Münchens kritisiert wird.« Augsburger Allgemeine
Das könnte Ihnen auch gefallen …
-
Franz-Maria Sonner
Die Bibliothek des Attentäters
14,99 €Buchinfos 240 Seiten, nur als E-Book erhältlich
-
Franz-Maria Sonner
Als die Beatles Rudi Dutschke erschossen
10,99 €Buchinfos 224 Seiten, Nur noch als E-Book erhältlich
-
Franz-Maria Sonner
Gregor Mendel begegnet dem Schicksal
Dieses Produkt weist mehrere Varianten auf. Die Optionen können auf der Produktseite gewählt werden 20,00 €Buchinfos Gebunden, 136 Seiten
-
Max Bronski
Urs der Berserker
Dieses Produkt weist mehrere Varianten auf. Die Optionen können auf der Produktseite gewählt werden 18,00 €Buchinfos Broschur, 248 Seiten
-
Max Bronski
Halder
Dieses Produkt weist mehrere Varianten auf. Die Optionen können auf der Produktseite gewählt werden 16,00 €Buchinfos Broschur, 160 Seiten
Ähnliche Produkte
-
Robert Brack
Kalte Abreise
Dieses Produkt weist mehrere Varianten auf. Die Optionen können auf der Produktseite gewählt werden 4,90 €Buchinfos Originalveröffentlichung Broschur, 64 Seiten
VERANSTALTUNGEN MIT UNSEREN AUTORINNEN
-
Linke Buchtage Berlin 2026
-
Lesung mit Karsten Krampitz
In einem Heim für behinderte Jugendliche beschließen vier Freunde: Wir brechen aus. So beginnt die Geschichte einer Kommune, die völlig aus der Zeit und aus dem Land gefallen ist. In Anlehnung an realexistierende Figuren erzählt Karsten Krampitz die unglaubliche Geschichte einer gelebten Utopie mitten in der DDR.
Chemnitz, Freitag, 29. Mai, 19 Uhr
Neulewin, Sonntag, 7. Juni, 15 Uhr
Berlin, Dienstag, 9. Juni, 18.30 Uhr
Berlin, Samstag, 11. Juli, 16.30 Uhr -
Buchvorstellung mit Sonja Eismann
Sonja Eismann analysiert den sexistischen Normalzustand in der Musikindustrie. Sie schreibt über die Rolle junger Frauen und ihrer Körper, über weibliche Fans, Groupies und Songtexte, Missbrauch und Pädosexualität.
Neustrelitz, Samstag, 30. Mai, 15.30 Uhr
Graz, Samstag, 20. Juni, Uhrzeit folgt
Wien, Montag, 22. Juni, 13.15 Uhr
Bamberg, Donnerstag, 25. Juni, Uhrzeit folgt -
Buchvorstellung »Teslokratie. Ideologien des Tech-Kapitalismus«
-
Buchvorstellung mit Volker M. Heins
Wo können flüchtende Menschen noch ankommen, wenn der Staat sie zum Problem erklärt? Eine Antwort findet sich in Sanctuary Cities und Sicheren Häfen, in jenen Städten, die die praktische Unterstützung Geflüchteter und das solidarische Zusammenleben mit Migrant:innen zu ihrem Selbstverständnis gemacht haben.
Mannheim, Mittwoch, 10. Juni, 19 Uhr
Aue-Bad Schlema, Donnerstag, 25. Juni, 18 Uhr
München, Donnerstag, 9. Juli, 19 Uhr
Frankfurt a.M., Dienstag, 14. Juli, 19 Uhr -
Lesung mit Robert Brack
St. Pauli 1951: Jazzpianistin Martha Kiesler, einst das Idol der von den Nazis verfemten Swing-Jugend, kehrt in ihre alte Heimat zurück. Ihre Karriere in New York ist nicht so verlaufen, wie sie es sich erträumt hatte. Aber im vom Krieg gezeichneten Hamburg kämpft auch sie bald ums nackte Überleben.
Hamburg, Donnerstag, 11. Juni, 19.30 Uhr -
Lesung mit Magdalena Saiger
Max Liebermann erwirbt zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Stück Baugrund am Ufer des Wannsees und entwirft eigenhändig Haus und Garten – ein Ort der Inspiration für zahlreiche Gemälde. In flüchtigen Bildern, eindringlich und poetisch erzählt Magdalena Saiger von der wechselhaften Geschichte des Hauses.
Hamburg, Mittwoch, 17. Juni, 19 Uhr -
Jérôme Leroy auf Lesereise
-
Kleine Verlage am Großen Wannsee
Wir freuen uns, beim 21. Fest der unabhängigen Verlage in Berlin dabei zu sein! Über 40 Verlage hat das LCB in seinen großen Garten am Wannsee eingeladen. Aus unserem Programm liest Karsten Krampitz aus ihrem Buch »Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung«. Zum Abschluss gibt's Livemusik!
Berlin, Samstag, 11. Juli, ab 14 Uhr
























