Schampanninger
Kriminalroman
Wilhelm Gossec, Bd. 3
2., durchgesehene Auflage der Erstausgabe von 2008
176 Seiten
Erschienen September 2024
Nur als E-Book erhältlich
Aktionspreis, gültig bis 6. Oktober 2024!
12,99 €
| Buchinfos | Gossec Bd. 3, 176 Seiten, nur als E-Book erhältlich |
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Autor

Franz-Maria Sonner © Peter Frese
Max Bronski (Franz-Maria Sonner), geboren 1953 in Tutzing, ist Autor zahlreicher Kriminalromane, u.a. der Reihe um den Münchner Antiquitätenhändler Gossec. 2019 erhielt er den Friedrich-Glauser-Preis für den besten Kriminalroman des Jahres, 2023 wurde er mit dem Radio-Bremen-Krimipreis ausgezeichnet. Max Bronski lebt in München und Hannover.
Leseprobe
„Siehst du das?“
Er beschrieb mit seiner Hand den Umkreis des Parkplatzes.
„Alles kommunales Gelände. Muss in solchen Zeiten von der Gemeinde schneefrei gehalten werden.“
„Dafür wirst du doch bezahlt, oder?“
Er lachte auf. Genauer gesagt, ließ er seiner Brust ein höhnisches Grollen entweichen, wie es sonst nur aus Mördergruben kommt.
„Weißt du, wer ich bin?“
„Hatte noch nicht das Vergnügen.“
„Der Bürgermeister vom Ort!“
„Hoppla!“
Damit überraschte er mich.
„Ich würde heute auch gerne meine Einkäufe machen, so dies und das noch erledigen für daheim. Aber …“
Er zeigte auf meine Brusttasche, und ich wusste, dass eine Zugabe fällig war. Ich reichte ihm noch einmal den Flachmann.
„… der Hausmeister liegt mit Rippenfellentzündung zu Hause, eine Aushilfe kriege ich nicht, kann sich die Gemeinde auch nicht leisten. Jetzt könnte ich sagen: Arschlecken!“
Er kniff das linke Auge zu, fixierte mich in verzweifelter Entschlossenheit nickend und stellte so das nächste Wort in übergroßen Lettern zwischen uns.
„Irrtum! Noch morgen, Heiligabend hin oder her, habe ich Abmahnungen aus der Stadt auf dem Tisch liegen. Von Sozietäten aus der Maximilianstraße, wenn du verstehst, was ich meine. Dass sie so einen Dorfdeppen wie mich mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde wegputzen. Mit irgendeinem Blödsinn: Mandant Sowieso konnte seine Antragsformulare wegen unzumutbarer Straßenverhältnisse nicht fristgerecht abholen. Probleme, auf die du gar nicht kommst!“
Den larmoyanten Ton eines blasierten Menschen äffte er dialektfrei perfekt nach.
„Dass der nur seine Einkäufe vom Parkplatz aus machen wollte, geschenkt.“
Er redete sich immer mehr in Rage.
„Mandant stellte zum wiederholten Male fest, dass in der kommunalen Toilette das Papier fehlte, und musste eine Stunde in hilfloser Lage …“
Er stieß die Schaufel in einen Schneehaufen.
„Jetzt sagst du: Schmarren! Aber solche Sachen haben wir schon gehabt. So und deswegen schaufle ich selber, weil es mir bis hier steht.“
Pressestimmen
»Die dritte Folge einer Reihe, die Bayerns Hauptstadt besser auf den Punkt bringt als so mancher Gesellschaftsroman.« Andrian Kreye, Süddeutsche Zeitung
»›Schampanninger‹, Max Bronskis dritter München-Krimi, ist nicht nur für die Landeshauptstädter ein ausgesprochen amüsanter Lesestoff: Mit gnadenlosem Blick, böser Zunge und einem Augenzwinkern seziert Bronski die Münchner Promi-Welt zwischen Obdachlosenspeisung und Champagner-Empfang…« Münchner Merkur
»Max Bronski kennt sich aus im ›Milieu‹ dieses Millionendorfs, in dem alle, auch Mörder, Betrüger und selbst Polizisten irgendwie etwas Gemütliches haben, weit entfernt von der Brutalität und sadistischen Raffinesse bei anderen Krimi-Autoren in anderen Großstädten. Zudem befleißigt sich Max Bronski einer Sprache, die ununterbrochen kabarettreife Sentenzen gebiert, was den Leser eher schmunzeln als sich gruseln lässt.« Sigrid Menzinger, Bayern 2 Diwan
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